Texte für Beileidskarten

Hier auf Trauersprüche.org möchten wir Ihnen kostenlose Muster und Vorlagen für Ihre Kondolenzkarte, Beileidskarte oder Trauerkarte als kleine Hilfe an die Hand geben. Gerne dürfen Sie alle hier vorliegenden Texte für Trauerkarten, Trauer Gedichte, frei für Ihre Zwecke verwenden. Wir wissen, dass es nich jedem leicht fällt in schwierigen Situationen die richtigen Worte zu finden. Wir möchten Ihnen mit dieser Seite eine kleinen Hilfe an die Hand geben. Gerne dürfen Sie alle hier vorliegenden Trauertexte für Ihre Beileidskarte verwenden.

Texte für Beileidskarten, was ist zu beachten?

  1. Wählen Sie einen Trauerspruch, ein Gedicht oder einen Text aus unserem Archiv
  2. Fügen Sie einige persönliche Worte zwischen den Mustern/Vorlagen ein
  • Wählen Sie passende, angemessene und persönliche Worte
  • Erinnern Sie nochmals an schöne und gemeinsame Zeiten

Trauertexte für Beileidskarten


Jetzt wird in 559 Betten gestorben. Natürlich fabrikmäßig. Bei
so enormer Produktion ist der einzelne Tod nicht so gut aus -
geführt, aber darauf kommt es auch nicht an. Die Masse
macht es. Wer gibt heute noch etwas für einen gut ausgear -
beiteten Tod? Niemand. Sogar die Reichen, die es sich doch
leisten könnten, ausführlicher zu sterben, fangen an, nachläs -
sig und gleichgültig zu werden; der Wunsch, einen eigenen
Tod zu haben, wird immer seltener. Eine Weile noch, und er
wird ebenso selten sein wie ein eigenes Leben. Gott, das ist
alles da. Man kommt, man findet ein Leben, fertig, man hat
es nur anzuziehen. Man will gehen oder man ist dazu ge -
zwungen: nun, keine Anstrengungen: Voilà votre mort, mon -
sieur. Man stirbt, wie es gerade kommt; man stirbt den Tod,
der zu der Krankheit gehört, die man hat (denn seit man alle
Krankheiten kennt, weiß man auch, dass die verschiedenen
letalen Abschlüsse zu den Krankheiten gehören und nicht zu
den Menschen; und der Kranke hat sozusagen nichts zu tun).
(Rainer Maria Rilke)


W
ie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
es will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag  lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
(Hermann Hesse)

 

Gedichte für Beileidskarten

 

Mit jedem Menschen stirbt eine Welt.
(Gerhart Hauptmann)

 

Der Tod ist die mildeste Form des Lebens:
der ewigen Liebe.
(Gerhart Hauptmann)

 

Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf Erden, welches
weiß , dass es sterben muss.
(Max Rychner)

 

Es gehört zur Würde des Menschen, dass er ein Grab mehr
lieben kann als ein Haus, das ihm eigene Unglück mehr als
das Glück.
(Reinhold Schneider)


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