Gedichte für Trauerkarten

Trauersprüche, Trauertexte, Trauer Gedichte für Trauerkarten

TrauersprücheTrauersprüche.org bietet Ihnen kostenlose Muster und Vorlagen für Ihre Trauerkarte. Gerne dürfen Sie alle hier vorliegenden Trauersprüche, trauer Gedichte, Trauer Texte frei für Ihre Zwecke verwenden. Nicht jedem fällt es leicht in schwierigen Situationen die richtigen Worte zu finden. Wir möchten Ihnen hiermit eine kleinen Hilfe an die Hand geben.

Gerne dürfen Sie alle hier vorliegenden Trauersprüche verwenden.

Trauersprüche für Kondolenzkarten

Trauertexte


Denn wir sind nur die Schale und das Blatt.
Der große Tod, den  jeder in sich hat,
das ist die Frucht, um die sich alles dreht.
Um ihretwillen heben Mädchen an
und kommen wie ein Baum aus einer Laute,
und Knaben sehnen sich um sie zum Mann;
und Frauen sind den Wachsenden Vertraute
für Ängste, die sonst niemand nehmen kann.
Um ihretwillen bleibt das Angeschaute
wie Ewiges, auch wenn es lang verrann, -
und jeder, welcher bildete und baute,
ward Welt um diese Frucht, fror und taute
und windetet ihr zu und schien sie an.
In sie ist eingegangen alle Wärme
der Herzen und der Hirne weißes Glühn -:
doch deine Engel ziehen wie Vogelschwärme,
und sie erfanden alle Früchte grün.
(Rainer Maria Rilke)


H
err: Wir sind ärmer denn die armen Tiere,
die ihres Todes enden, wenn auch blind,
weil wir noch alle ungestorben sind.
Den gib uns, der die Wissenschaft gewinnt,
das Leben aufzubinden in Spaliere,
um welche zeitiger der Mai beginnt.

Denn dieses macht das Sterben fremd und schwer,
dass es nicht unser Tod ist; einer der
uns endlich ein Sturm, uns alle abzustreifen.

Wir stehn in deinem garten Jahr und Jahr
und sind die Bäume, süßen Tod zu tragen;
aber wir altern in den Erntetagen,
und so wie Frauen, welche du geschlagen,
sind wir verschlossen, schlecht und unfruchtbar.

Oder ist meine Hoffahrt ungerecht:
Sind Bäume besser? Sind wir nur Geschlecht
und Schoß von Frauen, welche viel gewähren? -
Wir haben mit der Ewigkeit gehurt,
und wenn das Kreißbett da ist, so gebären
wir unsers Todes tote Fehlgeburt;
den krummen, kummervollen Embryo,
der sich (als ob ihn Schreckliches erschreckte)
die Augenkeime mit den Händen deckte
und dem schon auf der ausgebauten Stirne
die Angst von allem steht, was er nicht litt, -
und alle schließen so wie eine Dirne
in Kindbettkrämpfen und am Kaiserschnitt.
(Rainer Maria Rilke)


Das leben trägt ein ehernes Gesetz in sich und jedes Ding hat
seinen Preis: Auf der Liebe stehen die Schmerzen der Liebe,
auf dem Glück des Erreichens die unendliche Müdigkeit des
Weges, auf der erhöhten Einsicht die geschwächte Kraft des
Empfindens, auf der glühenden Empfindung die entsetzliche
Verödung. Auf dem ganzen Dasein steht als Preis der Tod.
(Hugo von Hoffmannsthal)

O Herr, gib jedem seinen eigenen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin es Liebe hatte, Sinn und Not.
(Rainer Maria Rilke)

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Mundes.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.
(Rainer Maria Rilke)

Eigene Gedichte einreichen

Datum Title Beschreibung
02.05.2009 Über den Fluss Einfühlsame Worte über das Sterben
22.03.2009 In mir kehrt Ruhe ein Die Kraft kehrt zurück in den Leib
16.03.2009 Trauerbrief an Frieda Persönliche Abschiedsworte
06.02.2009 Traurig Trauertext an einen Verwandten